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NS-Raubgutforschung an der Zentral- und Landesbibliothek Berlin

Im Rahmen der systematischen Überprüfung von Bibliotheksbeständen der Zentral- und Landesbibliothek Berlin nach "NS-verfolgungsbedingt entzogenem Raubgut" wurden auch Bücher entdeckt, die aus der Privatbibliothek Agathe Laschs stammen. Dies geht aus der Namenliste hervor, die auf der Website der ZLB aufgerufen werden kann. Informationen und weiterführende Links (Namenliste)

Erscheint demnächst:

Christine M. Kaiser, Mirko Nottscheid: Agathe Lasch (1879–1942) und die Hamburger Germanistik: Vertreibung – gescheiterte Emigration – lokale Disziplinengeschichte. In: Inge Hansen-Schaberg, Hiltrud Häntzschel (Hrsg.): Alma Maters Töchter im Exil. Zur Vertreibung von Wissenschaftlerinnen in der NS-Zeit. München: edition text + kritik 2011 [Frauen und Exil, 4].

Verlagsinfo

Nachtrag:

Matthias Harbeck: Bücher jüdischer Provenienz und Restitutionsbemühungen an der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin: Die Bibliothek Agathe Laschs / Books of Jewish provenance and efforts of restitution at the University Library of Humboldt-University in Berlin: The library of Agathe Lasch / Les livres de provenance juive et les efforts de restitution à la bibliothèque universitaire de l'Université Humboldt de Berlin: la bibliothèque d'Agathe Lasch. In: BIBLIOTHEK Forschung und Praxis. 34 (2010) H. 1, S. 60–63. Volltext

Wieder erhältlich auch als eBook:

Reprint der "Mittelniederdeutschen Grammatik"

aus dem Verlag Max Niemeyer, Tübingen

Agathe Lasch: Mittelniederdeutsche Grammatik. 2. unveränderte Auflage von 1974. Reprint. Berlin / New York: DE GRUYTER 2011. Verlagsinfo und Bestellung

Soeben erschienen:

Ingrid Schröder: "... den sprachlichen Beobachtungen geschichtliche Darstellung geben" – die Germanistikprofessorin Agathe Lasch. In: Rainer Nicolaysen (Hrsg.): Das Hauptgebäude der Universität Hamburg als Gedächtnisort. Mit sieben Porträts in der NS-Zeit vertriebener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Hamburg: Hamburg University Press 2011, S. 81–111. Verlagsinfo mit Link zum frei verfügbaren Volltext

Nachtrag:

Am

11. Mai 2010

wurden in der

Caspar-Theiß-Straße 26

im Berliner Stadtteil Charlottenburg-Wilmersdorf

in Erinnerung an die Schwestern

Elsbeth, Agathe und Margarete Lasch,

die hier bis zu Ihrer Deportation am 15. August 1942 lebten,

drei Stolpersteine verlegt.

Fotos *

* Leider wurde in den Stolperstein für Margarete Lasch ein unrichtiges Geburtsjahr eingraviert: Korrekt ist 1880.

Agathe-Lasch-Preis 2010

Der Philologe Dr. Wilfried Zilz wurde

am 28. Januar 2011

mit dem Hamburger Förderpreis

für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler

auf dem Gebiet der niederdeutschen Sprachforschung

– dem Agathe-Lasch-Preis –

ausgezeichnet.

Pressemitteilung

Christine M. Kaiser: "... ausnahmsweise eine weibliche Kraft". Agathe Lasch – die erste Germanistikprofessorin Deutschlands am Germanischen Seminar der Hamburger Universität. In: Mirko Nottscheid, Myriam Richter (Hg.): 100 Jahre Germanistik in Hamburg. Traditionen und Perspektiven. Berlin, Hamburg: Dietrich Reimer Verlag 2010 [Hamburger Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte, Band 19].

Verlagsinfo

4. Juli 2010 – 14 bis 17 Uhr

Garten der Frauen

auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg

Einweihung des Erinnerungssteins für

Prof. Dr. Agathe Lasch

im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des

9. Geburtstages des Gartens der Frauen

Info: Einladung

22. April 2010 – 10.30 Uhr

Hauptgebäude der Universität, Edmund-Siemers Allee 1

Feierliche Verlegung von zehn „Stolpersteinen“ auf dem Bürgersteig vor dem Hauptgebäude der Universität Hamburg – in Erinnerung an ehemalige Mitglieder der Universität, die in den Jahren 1933 bis 1945 aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder ihrer politischen Aktivitäten Opfer des Nationalsozialismus wurden. Einer der zehn Stolpersteine erinnert an die erste Professorin an der Hamburgischen Universität, Agathe Lasch.

Info: Pressestelle der Universität Hamburg

Jörg Riecke [Rez.]: Mirko Nottscheid / Christine M. Kaiser / Andreas Stuhlmann (Hgg.): Die Germanistin Agathe Lasch (1879–1942). Aufsätze zu Leben, Werk und Wirkung. In: wla-online [28.02.2010]

Elisabeth Grabenweger: Zwischen Zentrum und Peripherie. Ein Sammelband über die erste Germanistikprofessorin Deutschlands (Rezension über: Mirko Nottscheid / Christine M. Kaiser / Andreas Stuhlmann [Hg.]: Die Germanistin Agathe Lasch (1879–1942). Aufsätze zu Leben, Werk und Wirkung. Nordhausen: Traugott Bautz 2009.) In: IASLonline [27.12.2009]

Mirko Nottscheid, Christine M. Kaiser, Andreas Stuhlmann (Hg.): Die Germanistin AGATHE LASCH (1879–1942). Aufsätze zu Leben, Werk und Wirkung. Nordhausen: Verlag Traugott Bautz 2009. [Auskunft. Zeitschrift für Bibliothek, Archiv und Information in Norddeutschland, 29 (2009) 1/2 + Bibliothemata. Hrsg. von Hermann Kühn, Michael Mahn, Johannes Marbach, Harald Weigel, Else Maria Wischermann, Bd. 22].

 

                         

Darin:

• Christine M. Kaiser: Zwischen "Hoffen" und "Verzagen". Die Emigrationsbemühungen Agathe Laschs. Ein Werkstattbericht. – S. 11–46.

• Ingrid Schröder: Agathe Lasch und die Hamburger Lexikographie. – S. 47–62.

• Andreas Stuhlmann: "Sprache ist Geschichte; Sprache bedeutet Geschichte". Agathe Lasch als Rezensentin. – S. 63–88.

• Matthias Harbeck, Sonja Kobold: Die Rekonstruktion einer Forscherbibliothek. Reste der Privatbibliothek Agathe Laschs an der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin. – S. 89–108.

• Mirko Nottscheid: Die Germanistin und Niederlandistin Annemarie Hübner (1908–1996). Zur wissenschaftlichen Biografie einer Hamburger Sprachforscherin zwischen Weimarer Republik und Nachwendezeit. Mit unveröffentlichten Briefen von Agathe Lasch. – S. 109–168.

• Moritz Terfloth: "Wer oder was ist bzw. war 'Lasch'?" Zur Benennung des Agathe-Lasch-Wegs in Hamburg. – S. 169–188.

• Dieter Möhn: Der Agathe Lasch-Preis. Memorial und Verpflichtung. – S. 189–203.

• Brit Bromberg: Agathe Laschs Korrespondenz in der Arbeitsstelle Hamburgisches Wörterbucharchiv (1917–1934). Ein Verzeichnis. – S. 205–242.

Christine M. Kaiser: "Ich habe Deutschland immer geliebt ..." Agathe Lasch (1879–1942) – Deutschlands erste Germanistikprofessorin an der Hamburgischen Universität. – In: Joist Grolle, Matthias Schmoock (Hg.): Spätes Gedenken. Ein Geschichtsverein erinnert sich seiner ausgeschlossenen jüdischen Mitglieder. Bremen: Edition Temmen 2009 [Hamburgische Lebensbilder in Darstellungen und Selbstzeugnissen, hrsg. vom Verein für Hamburgische Geschichte, Bd. 21].

Informationen und Bestellung

Sonja Kobold, Matthias Harbeck: "Aus der Bibliothek Agathe Lasch" – Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin. Berlin 2008 [Schriftenreihe der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin; 63].

Matthias Harbeck, Sonja Kobold: Spurensicherung – Provenienzforschung zur Bibliothek von Agathe Lasch. Ein Projekt an der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin. – In: Stefan Alker, Christina Köstner, Markus Stumpf (Hg.): Bibliotheken in der NS-Zeit. Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte. Göttingen, Wien: Vienna University Press bei V&R unipress 2008, S. 89–102. – Verlagsinformation

Christine M. Kaiser: Agathe Lasch (1879–1942). Erste Germanistikprofessorin Deutschlands. Teetz, Berlin: Hentrich & Hentrich 2007. 95 Seiten, 14 Abbildungen. 7,80 € * – Rezension

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Letzte Änderung: 07.09.2011